Obwohl die Entstehung der Alzheimer-Krankheit komplex ist, deuten wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass Vitaminmängel eine bedeutende und oft übersehene Rolle spielen. Besonders Vitamin C ist wichtig, da es auf vielfältige Weise die Gesundheit der Nervenzellen unterstützt. Auch Vitamin D, bestimmte B-Vitamine, Vitamin A und Vitamin E haben über verschiedene Mechanismen hinweg entscheidende Funktionen.
Eine große Metaanalyse, die den Vitaminspiegel bei Alzheimer-Patienten und gesunden Personen verglich, zeigte, dass Alzheimer-Patienten signifikant niedrigere Vitaminwerte im Blut aufwiesen.
Fibromyalgie verursacht Muskelschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen und eine Beeinträchtigung der Lebensqualität. Es sind vor allem Frauen betroffen, und mehrere Studien haben gezeigt, dass die Ernährung bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle spielt. Das gilt auch für die Zufuhr von Kalzium und Magnesium, die in einem ausgewogenen Verhältnis stehen muss. Magnesiummangel ist relativ häufig und kann das Risiko von Stoffwechselstörungen und Entzündungen erhöhen, was zur Entwicklung und zu den Symptomen der Krankheit beiträgt. Dies wurde in einer Studie an Frauen gezeigt, die in Advances in Rheumatology veröffentlicht wurde. Patienten, die an Fibromyalgie leiden, sollten auch auf Q10-Mangel und Nahrungsmittelunverträglichkeiten achten.
Viele Hauterkrankungen – wie Akne, atopische Dermatitis (Ekzeme) und Psoriasis (Schuppenflechte) – hängen mit Störungen der natürlichen Hautbarriere und einem fehlgesteuerten Immunsystem zusammen, das entweder zu schwach reagiert oder mit chronischen Entzündungen überreagiert. Auch das Gleichgewicht der natürlichen Hautmikroflora kann gestört sein. In diesem Zusammenhang spielen verschiedene Vitamine eine wichtige Rolle für die Hautgesundheit – aufgrund ihrer regenerativen, immunstimulierenden, entzündungshemmenden, antimikrobiellen und antioxidativen Eigenschaften, die die Haut vor Schäden schützen. In einem neuen Übersichtsartikel, veröffentlicht in The Microbe, untersuchen die Autoren, wie die Vitamine A, B1, B2, B3, B12, C, D und E zur Hautgesundheit, Immunfunktion und Behandlung von Hautkrankheiten beitragen.
Wenn Zellen die Kalorien aus der Nahrung in Energie umwandeln, sind verschiedene B-Vitamine, Vitamin C, Eisen, Magnesium, Zink und Q10 erforderlich. Ein Mangel an einer oder mehreren dieser Substanzen kann daher in unterschiedlichem Maße zu geistiger und körperlicher Erschöpfung führen. Ein beeinträchtigter Energiestoffwechsel der Zellen erhöht zudem das Risiko für Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme, Infektionen und andere Erkrankungen. Moderne Lebensgewohnheiten, der Alterungsprozess, Medikamente und andere Faktoren führen zu ernsthaften Defiziten, die jedoch durch Ernährungsumstellungen und gezielte Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden können.
Muttermilch stellt die optimale Ernährung für Säuglinge dar. Einer in der Fachzeitschrift Nutrients veröffentlichten Bevölkerungsstudie aus Neuseeland zufolge weisen stillende Frauen jedoch oftmals Defizite an Vitamin D, Vitamin E, Mangan, Selen sowie weiteren wichtigen Nährstoffen auf. Die Autoren betonen, wie entscheidend eine ausreichende Nährstoffversorgung sowohl für Mutter als auch für Kind ist, da Mängel sowohl die Entwicklung des Kindes als auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mutter beeinträchtigen können.