Patienten mit Nasenpolypen haben weniger Zink im erkrankten Gewebe

Patienten mit Nasenpolypen haben weniger Zink im erkrankten GewebeNasenpolypen sind lokale Wucherungen, die eine laufende Nase, Atembeschwerden, verminderten Geruchssinn und andere Symptome verursachen können. Die Polypen sind das Ergebnis einer chronischen Entzündung, die verschiedene Ursachen haben kann. Laut einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Clinical Epidemiology and Global Health veröffentlicht wurde, haben Patienten mit Nasenpolypen einen niedrigeren Zinkwert im betroffenen Gewebe. Zink ist wichtig für unser Immunsystem und für die Regulierung von Entzündungsprozessen. Daher kann der Nährstoff sogar therapeutisches Potenzial haben, da viele Menschen nach ihrer Behandlung Rückfälle erleiden. Frühere Studien weisen sogar auf einen Selenmangel bei Patienten mit Nasenpolypen hin, weshalb man auch auf zugrunde liegende Ursachen wie Atemwegsallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten achten sollte.

Nasenpolypen sind kleine Zellhaufen, die sich in Ihren Nasengängen oder in den Nebenhöhlen bilden. Sie sind oft tropfenförmig, enthalten Flüssigkeit und hängen an einem dünnen Stiel. Die Polypen treten als Folge einer lokalen Entzündung auf und der Zustand kann verursacht werden durch:

  • Chronische Nebenhöhlenentzündungen oder Erkältungen
  • Allergien gegen luftgetragene Allergene wie Pollen und Schimmelpilze
  • Allergien gegen Milchprodukte und andere Lebensmittel
  • Allergien gegen Acetylsalicylsäure
  • Asthma, das durch eine Allergie verursacht werden kann

Oft besteht ein Zusammenhang zwischen chronischer Allergie/Überempfindlichkeit, chronischer Entzündung und lokaler Reizung. Kleine Nasenpolypen verursachen oft eine laufende Nase und das Gefühl, eine dauerhaft verstopfte Nase zu haben, die nicht geputzt werden kann. Größere Nasenpolypen verursachen Atembeschwerden und manche Menschen leiden unter Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen. Darüber hinaus können Nasenpolypen zu einer Beeinträchtigung des Geruchssinns und als Folge davon zu einer Beeinträchtigung des Geschmackssinns führen.
Nasenpolypen werden medikamentös mit Kortikosteroiden behandelt, die Entzündungen entgegenwirken, in manchen Fällen kann sogar eine Operation erforderlich sein. Selbst bei richtiger Therapie neigen Polypen jedoch dazu, wieder aufzutreten, weil das zugrunde liegende Problem nicht richtig angegangen wird. Bei Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die nicht durch regelmäßige Blutuntersuchungen erkannt werden, sollte man den Kontakt mit den Auslösern ganz vermeiden oder einschränken. Es ist auch wichtig, auf mögliche Nährstoffmängel zu achten.

Zink und Selen und ihre Wirkung auf Schleimhäute und entzündliche Prozesse

Frühere Studien haben gezeigt, dass Patienten, die an Nasenpolypen leiden, im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen niedrigere Werte an Selen, Zink und dem zinkhaltigen SOD-Antioxidans (Superoxiddismutase) in ihrem Polypengewebe aufweisen.
Hier verweisen die Wissenschaftler auf die Tatsache, dass Zink an einer Vielzahl verschiedener Enzymprozesse beteiligt ist, die für unsere Schleimhäute, die Immunabwehr und Entzündungsreaktionen von Bedeutung sind. Dasselbe gilt für Selen, das auch Bestandteil des GPX-Antioxidans (Glutathionperoxidase) ist. Die neue Studie wurde zwischen Juli 2018 und Juni 2019 im Imam-Khomeini-Krankenhaus von Ahvaz im Iran durchgeführt. Die Forscher maßen die Selen- und Zinkwerte im Polypengewebe von 92 Patienten (47 Männer und 25 Frauen) und verglichen sie mit den Werten im Nasenschleimhautgewebe von gesunden Kontrollpersonen.
Sie fanden heraus, dass der Zinkspiegel im Nasenpolypengewebe signifikant niedriger war als der Zinkspiegel in gesundem Nasenschleimhautgewebe. Was Selen betrifft, gab es keinen signifikanten Unterschied, aber dies kann auf die Art und Weise zurückzuführen sein, wie die Studie konzipiert wurde. Die Forscher fordern daher weitere Studien.

Quellen

Soheila Nikakhlagh et al. Comparison of tissue level of selenium and zinc in patients with nasal polyposis and healthy people. Clinical Epidemiology and Global Health. 2021

Claudia Lill et al. Milk allergy is frequent in patients with chronic sinusitis and nasal polyposis. Am J Rhinol Allergy. 2011

Næsepolypper (netdoktor.dk)

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