Zink hilft bei der Vorbeugung und Behandlung von Blasenentzündungen

Zink hilft bei der Vorbeugung und Behandlung von BlasenentzündungenBlasenentzündungen sind eine der am weitesten verbreiteten bakteriellen Infektionen. Sie können zu schwerwiegenden Komplikationen wie Niereninfektionen und Blutvergiftungen führen. Ein Team von Wissenschaftlern der Universität von Queensland in Australien hat neue Details über Zink und seine Rolle bei der Immunabwehr entdeckt sowie darüber, wie Zink den weißen Blutkörperchen hilft, Coli-Bakterien zu bekämpfen, die Hauptursache für Blaseninfektionen. Frauen sind anfälliger als Männer, und es gibt für sie einige recht einfache Möglichkeiten, die Ausbreitung von Coli-Bakterien in die Harnwege zu verhindern.

Weltweit gibt es jedes Jahr rund 150 Millionen Fälle von Blasenentzündungen. 25-30 Prozent der Frauen haben im Laufe ihres Lebens mindestens eine Blasenentzündung. Die Infektion wird hauptsächlich durch Coli-Bakterien (Escheria coli) verursacht, die über den Darm übertragen werden. Aufgrund ihres kürzeren Harnwegs, haben Frauen ein höheres Risiko. Wenn die Schleimhäute des Scheideneingangs von Darmkolibakterien besiedelt sind, ein Problem, das leicht unbemerkt bleiben kann, ist das Risiko besonders groß.
Geschlechtsverkehr kann daher das Risiko erhöhen, indem die Bakterien in die Harnwege gelangen. Viele Frauen bekommen nach den Wechseljahren Harnwegsinfekte, weil ihre Schleimhaut infolge eines verringerten Östrogenspiegels austrocknet. Wenn sie Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben, erhöht dies auch das Risiko einer Blasenentzündung.
Coli-Bakterien sind ein natürlicher Bestandteil der natürlichen Mikroflora im Darm, jedoch nicht in der Blase. Wenn Coli-Bakterien in die Harnwege und die Blase gelangen, werden die weißen Blutkörperchen der Immunabwehr angezogen, und es treten Symptome einer Blasenentzündung auf.
Wenn die Infektion nicht behandelt wird, dringen die Bakterien in fünf Prozent der Fälle über die Harnröhre in das Nierenbecken vor und verursachen eine Pyelonephritis, die sehr schwerwiegend sein kann. In einigen Fällen von Blasenentzündungen und in fast 10 Prozent der Fälle einer Pyelonephritis entwickelt sich eine Blutvergiftung, die dazu führt, dass Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Dies erfordert einen sofortigen Krankenhausaufenthalt.
Antibiotika sind wirksam, haben jedoch einige Nebenwirkungen, und es besteht die Gefahr, dass sich Resistenzen entwickeln. Darüber hinaus behandeln Antibiotika nicht die zugrunde liegende Ursache, wie beispielsweise eine schwache Immunabwehr.

Die Rolle von Zink bei der Immunabwehr

Wissenschaftler der Universität von Queensland in Australien haben untersucht, wie das Immunsystem mithilfe von Zink gegen Coli-Bakterien vorgeht. Diese Bakterien sind der Hauptgrund dafür, dass Menschen Harnwegsinfektionen bekommen. Die Forscher wussten bereits, dass weiße Blutkörperchen wie Makrophagen, Zink als giftige Waffe zur Bekämpfung von bakteriellen Infektionen einsetzen. Sie stellten jedoch fest, dass Coli-Bakterien eine erhöhte Zinkresistenz aufweisen und sich besser als andere Bakterienarten gegen Angriffe von Makrophagen schützen können. Was sie auch bemerkten, war, dass Coli-Bakterien bestimmte Gene haben, die sie gegen Zink schützen. Dies, so die Wissenschaftler, könnte uns neue Wege aufzeigen, wie das Immunsystem Infektionen bekämpft, einschließlich der Suche nach neuen Behandlungsmethoden, die Coli-Bakterien empfindlicher gegenüber Zink machen.
Therapien ohne Antibiotika haben nach Ansicht der Wissenschaftler den Vorteil, dass sie Bakterien nicht resistent machen. Die Wissenschaftler wollen die Immunzellen neu programmieren, um sie zu stärken und ihre Fähigkeit zu verbessern, ihre Angriffe auf pathogene Bakterien auszurichten.
Claudia Stocks, eine Doktorandin, sagt, dass diese Methoden sogar für die Untersuchung anderer Arten von bakteriellen Erkrankungen gelten würden.
Makrophagen verwenden Zink als giftige Waffe gegen viele Arten von Bakterien wie Mycobacterium tuberculosis (das Tuberkulose verursacht), Salmonellen und Streptokokken.
Das Wissenschaftsteam hat deshalb spezielle Zinksensoren entwickelt, die sich an die Untersuchung verschiedener Bakterienarten anpassen lassen. Dies hilft ihnen, die Immunabwehr besser zu verstehen und Therapien zur Behandlung einer Vielzahl ansteckender Krankheiten zu entwickeln.

  • Zink ist ein Co-Faktor von mehr als 1.000 Enzymprozessen, die Dinge wie beispielsweise unsere Immunabwehr steuern
  • Die Makrophagen, die Teil des angeborenen Immunsystems sind, verwenden Zink als Angriffswaffe
  • Auch die Thymusdrüse, die die T-Zellen der Immunabwehr trainiert, nutzt viel Zink
  • Auch die Verwendung von Vitamin A, einem Nährstoff mit anderen Funktionen im Immunsystem, hängt von Zink ab

Andere Möglichkeiten, um Blasenentzündungen vorzubeugen

  • Achten Sie darauf, viel Flüssigkeit zu trinken, um die Blase effektiv zu spülen
  • Leeren Sie Ihre Blase immer vollständig
  • Wischen Sie von vorne nach hinten, um zu vermeiden, dass Bakterien vom Anus in die Vagina gelangen
  • Trinken Sie vor dem Geschlechtsverkehr Wasser und entleeren Sie gleich danach Ihre Blase
  • Intime Hautschutzcremes regulieren den pH-Wert und wirken beruhigend und schützend
  • Ungesüßter Cranberrysaft kann verhindern, dass sich Coli-Bakterien an der Blasenschleimhaut festsetzen
  • Nehmen Sie viel Vitamin C ein, da es die Immunabwehr stärkt und den pH-Wert des Urins reguliert
  • Nehmen Sie Ergänzungen mit Milchsäurebakterien, die die Darmflora und den pH-Wert der Schleimhaut regulieren
  • Wenn der pH-Wert niedrig oder sauer ist, können schädliche Bakterien wie Coli-Bakterien entfernt werden.

Quellen:

Claudia J. Stocks et al. Uropathogenetic Escherichia coli employs both evasion and resistance to subvert innate immune-mediated toxicity for dissemination. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2019

Jennifer Hiizen. Seven ways to treat a UTI without antibiotics. MedicalNewsToday 2018

Anette Paulin og Jens Ole Paulin. Naturlig Hormonterapi – du har et valg. 2015

https://netdoktor.dk/nyrerurinveje/urinvejsinfektioner.htm

https://netdoktor.dk/myter-og-fakta-om-blaerebetaendelse.htm

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