Selen senkt das Risiko für Prostatakrebs

Laut eines Berichts aus Dänemark kann eine erhöhte Zufuhr des Spurenelementes Selen das Risiko von Männern, an Prostatakrebs zu erkranken, reduzieren.

Selen senkt das Risiko für ProstatakrebsMänner können ihr Risiko ganz einfach senken, indem sie Nahrungsergänzungsmittel mit Selen verwenden oder Lebensmittel zu sich nehmen, die dieses lebenswichtige Spurenelement in großen Mengen enthalten. Ein Bericht des zur Technischen Universität Dänemarks gehörenden National Food Institutes aus dem Jahr 2014, kommt nach umfangreichen Analysen der verfügbaren Forschungsstudien zu dem Ergebnis, dass zwischen der Selenzufuhr und der Häufigkeit von Prostatakrebs ein umgekehrter Zusammenhang besteht. Dieser neue Bericht bildet die wissenschaftliche Grundlage für eine ganz neue Art von Ernährungsrichtlinien, die kürzlich von der dänischen Veterinär- und Lebensmittelaufsicht veröffentlicht wurden.

Europäer leiden an Selenmangel

Selen ist ein sogenannter Mikronährstoff, der unter anderem in Fisch, Schalentieren, Innereien, Nüssen und Vollkorn enthalten ist. Der Selengehalt von Nahrungsmitteln in Europa ist z. B. im Vergleich zu Nordamerika relativ niedrig, was daran liegt, dass die bewirtschafteten Böden in Europa weniger Selen enthalten. Als die EU vor vielen Jahren eine Steuer auf Weizenimporte aus den USA erhob, sank der Selenstatus in Europa infolge des Wechsels vom amerikanischen zum europäischen Weizen, da dieser einen niedrigeren Selengehalt aufweist.

Wichtig für den Körper

Für den Menschen ist eine ausreichende Selenzufuhr lebenswichtig. Wissenschaftler haben festgestellt, dass es 25-30 verschiedene Proteine (Selenoproteine) gibt, deren Funktion von einem ausreichenden Selengehalt abhängt. Einige dieser Selenoproteine steuern die körpereigene Abwehr von Viren, Bakterien, Infektionen und offenbar auch von bestimmten Krebsarten.
 

 

 

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