Hoch dosiertes Vitamin C kann Krebszellen zerstören

Hoch dosiertes Vitamin C kann Krebszellen zerstören Krebsforscher der University of Iowa in den Vereinigten Staaten haben endgültig geklärt, wie äußerst hoch dosiertes Vitamin C in Form einer Infusion Krebszellen zerstören kann. Es zeigt sich, dass ein niedriger Spiegel des Enzyms Katalase in den Krebszellen diese für die Fähigkeit von Vitamin C, freie Radikale zu erzeugen, anfällig macht. Auf diese Weise wirkt Vitamin C wie eine Art Chemotherapie, während es gleichzeitig die normale Aktivität gesunder Zellen stimuliert. Es handelt sich also um eine Behandlung, die praktisch keine Nebenwirkungen hat.

Hoch dosiertes Vitamin C wurde in Form von Infusionen bereits seit mehr als 30 Jahren mit positiven Ergebnissen verwendet. Dennoch wird diese Therapieform weltweit von Onkologen im öffentlichen Gesundheitswesen zurückgewiesen – mit Ausnahme von Deutschland und der Schweiz. In Dänemark wird die Therapie nur von einigen niedergelassenen Ärzten als Teil einer sogenannten Redox-Analyse durchgeführt, die auch die Ergänzung mit anderen Antioxidantien in Kombination mit einer Ernährungsumstellung einschließt. Dennoch könnten die neuen Forschungsergebnisse zu einem besseren Verständnis und einer größeren Akzeptanz von Vitamin C als nützliche Therapieform beitragen.

Vergleich von hoch dosiertem Vitamin C mit einer Chemotherapie und Bestrahlung

Bei den meisten Therapieformen wird Vitamin C oral verabreicht. Wird es jedoch direkt in den Blutkreislauf injiziert, wobei es den Darm, die Leber und Teile des Ausscheidungsbereichs umgeht, verabreichen Wissenschaftler eine Menge, die die normale Dosis um das 100-500-fache übersteigt. Diese sehr hohe Menge ist für die Fähigkeit von Vitamin C, Krebszellen anzugreifen und zu entfernen, von entscheidender Bedeutung.
Der Redox-Experte Garry Buettner hat In-vitro-Studien (Reagenzglas-Studien) und Studien mit Mäusen durchgeführt, um zu zeigen, wie eine sehr hohe Dosierung von Vitamin C Krebszellen gezielt zerstören kann, ohne die gesunden Zellen zu schädigen.
Krebsforscher der University of Iowa haben eine Studie durchgeführt, bei der Infusionen mit hoch dosiertem Vitamin C mit einer Standardchemotherapie oder der Bestrahlung bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsen- oder Lungenkrebs verglichen wurden. In der Anfangsphase 1 der Studie wird deutlich, dass die Behandlung mit hoch dosiertem Vitamin C sicher und gut verträglich ist, sowie den Zustand der Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit verbessern kann. Nun muss bewiesen werden, dass Vitamin C auch die Überlebenschancen von Krebspatienten erhöhen kann.

Vitamin C bildet Wasserstoffperoxid, das Krebszellen zerstört

Anhand neuerer Forschungsarbeiten, die in Redox Biology veröffentlicht wurden, zeigen Buettner und sein Forschungsteam, dass Vitamin C Krebszellen zerstören kann. Die Studie verdeutlicht, dass Vitamin C sich einfach zerlegt und so Wasserstoffperoxid bildet, das als freies Radikal fungiert und Zellen sowie deren DNA zerstört. Wasserstoffperoxid ist auch ein Nebenprodukt des normalen zellulären Energiestoffwechsels, doch im Vergleich zu normalen gesunden Zellen haben Krebszellen größere Schwierigkeiten, das schädigende Wasserstoffperoxid zu zerlegen. Dies macht sie wesentlich anfälliger, und die großen Mengen an Wasserstoffperoxid, die im Zuge der Vitamin C-Infusionen erzeugt werden, sorgen für die Zerstörung der Krebszellen.

Normale Zellen können Wasserstoffperoxid mühelos zerlegen

Normale Zellen können Wasserstoffperoxid mühelos zerlegen und entfernen, und somit die freien Radikale auf einen Wert senken, der die Zellen nicht schädigen kann. Damit dies geschieht, nutzen normale Zellen ein Enzym, das Katalase genannt wird. Dieses Enzym zerlegt Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff. Der Vorgang läuft sehr schnell ab, da jedes einzelne Katalase-Molekül 10 Millionen Wasserstoffperoxid-Moleküle pro Sekunde zerlegen kann. Katalase ist eines der am schnellsten arbeitenden Enzyme und spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der normalen Zellen vor oxidativem Stress, der durch freie Radikale verursacht wird. In vielen Krebszellen ist die Aktivität des Enzyms nur gering, was sie wesentlich anfälliger für die Schädigung und Zerstörung macht, die durch den Einsatz von hoch dosiertem Vitamin C entsteht, das große Mengen an Wasserstoffperoxid erzeugt.

Die therapeutische Verwendung von hoch dosiertem Vitamin C nutzt die biologischen Unterschiede zwischen gesunden Zellen und Krebszellen. Eine Chemotherapie hingegen schädigt auch gesunde Zellen und ist mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden.

Aktivität der Katalase als Richtlinie für Krebstherapie

Buettner führt an, dass die neuen Forschungsergebnisse bei der Klärung helfen könnten, welche Krebsarten und welche Therapien für eine Behandlung mit hoch dosiertem Vitamin C im etablierten Gesundheitswesen geeignet sind. Es scheint, als seien Krebsarten und Krebszellen, die mit einer geringen Katalase-Aktivität in Verbindung gebracht werden, anfälliger für eine Behandlung mit hoch dosiertem Vitamin C, wohingegen Krebsarten und Krebszellen mit einer höheren Katalase-Aktivität weniger anfällig erscheinen. Durch die Messung der Aktivität des Enzyms in den verschiedenen Tumoren kann untersucht werden, ob eine sehr hohe Dosierung von Vitamin C Wirkung zeigen würde. Es besteht Anlass zu der Annahme, dass eine intravenöse Vitamin C-Behandlung zugelassen und in das etablierte Gesundheitswesen integriert werden wird.

Eine Redox-Therapie führt zu zwei Dingen:

  • Durch die Reduktion werden normalen Zellen Elektronen/Energie zugefügt, die durch diese Behandlung stärker werden.
  • Durch die Oxidation werden Krebszellen ranzig; dieses Ranzigwerden wird von freien Radikalen (Wasserstoffperoxid) verursacht, die die Krebszellen zerstören.

Quellen:

Claire M Doskey et al. Why high-dose vitamin C kills cancer cells. ScienceDaily. 2017
https://www.sciencedaily.com/releases/2017/01/170109134014.htm

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27833040

http://www.vitamindoktor.com/cm447/

https://en.wikipedia.org/wiki/Catalase

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