Wie beeinflusst Q10 die sportliche Leistung?

Wie beeinflusst Q10 die sportliche Leistung?Q10 ist am Energieumsatz in allen Zellen beteiligt. Die höchste Konzentration dieser Verbindung ist im Herzen zu finden. Der Herzmuskel muss Tag und Nacht pumpen und unsere Muskelzellen mit zusätzlichem Blut versorgen, wenn wir körperlich aktiv sind. Der zelluläre Energieumsatz findet in kleinen Kraftwerken statt, die Mitochondrien genannt werden. Eine dänisch-schwedische Studie hat gezeigt, dass die Mitochondrien in den Muskelzellen von Spitzenathleten anders konstruiert sind, damit diese in der Lage sind, bis zu 25 Prozent mehr Energie zu produzieren. Frühere Studien zeigen, dass Q10 in der Lage ist, die sportliche Leistung zu verbessern, und sich alles auf die Optimierung des Energieumsatzes in den Zellen bezieht.

Die skandinavische Studie zeigte, dass die Muskelzellen-Mitochondrien von Football-Spielern und Ski-Langläufern in einer Art und Weise konstruiert sind, die es ihnen ermöglicht, 25 Prozent mehr Energie zu produzieren als die Muskelzellen-Mitochondrien bei Menschen, die nicht sportlich aktiv sind. Der Energieumsatz findet in der inneren Membran (Cristae) der Mitochondrien statt. Die Cristae ähnelt vom Anblick her einem gefalteten Darm. Durch das Untersuchen von Zellproben aus Beinmuskelgewebe von Spitzenathleten fanden die Forscher, dass die Cristae eine größere Oberfläche hatte. Das bedeutet, dass die Zellen und ihre Mitochondrien mehr Sauerstoff aufnehmen und mehr Energie erzeugen können.
Die Studie hat zum Verständnis der Wissenschaft beigetragen, wie Veränderungen in der Cristae den mitochondrialen Energieumsatz verbessern, um mit dem erhöhten Energiebedarf während längerer Trainingsphasen umgehen zu können. Die Forscher sind noch nicht in der Lage zu sagen, ob die effektiveren Mitochondrien eine angeborene Eigenschaft sind, oder ob es das Ergebnis ausgiebigen Trainings ist, was ihre Struktur und ihr Energie-Potenzial verändert hat. Der Wissenschaft ist es seit Jahrzehnten bekannt, dass hochkarätige Athleten in der Regel doppelt so viele Mitochondrien in ihren Muskelzellen haben als Menschen, die nicht sportlich aktiv sind. Diese Erkenntnis, kombiniert mit der Beobachtung, dass individuelle Mitochondrien in Muskelzellen von Athleten in der Lage sind, mehr Energie zu produzieren, trägt zu mehr Leistung und Ausdauer bei.
Die Studie wurde im Journal of Physiology im Oktober 2016 veröffentlicht.

Mitochondrien sind die zellulären Kraftwerke

Mitochondrien sind die zellulären Kraftwerke innerhalb derer Q10 Nährstoffe in ATP konvertiert, welches die primäre Energiewährung der Zellen ist.                                           

Q10 im Laufe des Lebens

Menschen sind in der Lage Q10 selbst herzustellen, aber diese endogene Produktion nimmt nach den Mit-Zwanzigern als Teil des natürlichen Alterungsprozesses ab. Schlechte körperliche Verfassung, chronische Krankheiten und die Einnahme von cholesterin-senkenden Mitteln werden oft mit niedrigen Q10 Werten in Verbindung gebracht. Viele ältere und erkrankte Menschen, sowie Athleten nehmen täglich Q10-Ergänzungsmittel als Kompensation ein.

Schwer arbeitende Zellen benötigen aus verschiedenen Gründen mehr Q10

Nachdem wir gegessen oder getrunken haben, gehen die Mitochondrien an die Arbeit und wandeln Kohlehydrate und Fettsäuren mit der Hilfe von Q10 und dem eingeatmeten Sauerstoff in Energie um. Zuerst hilft Q10 dabei Energie in ihrer chemischen Molekülform ATP (Adenosintriophosphat) zu speichern. Anschließend gibt Q10 im Einklang mit dem Energiebedarf der Zelle, die jeweilig benötigten Mengen ATP frei.

Die Anzahl an Mitochondrien in einer Zelle (auch Mitochondrielle Dichte genannt) hängt vom Energiebedarf der Zelle ab. Dies erklärt, warum Zellen im Herzen, in der Skelett-Muskulatur, im Gehirn und in der Leber eine hohe Anzahl an Mitochondrien aufweisen und somit auch mehr Q10 enthalten. Ohne ausreichend Q10 können die Mitochondrien nicht genügend Energie erzeugen, um die optimale Funktion der Zelle zu gewährleisten.
Zusätzlich ist Q10 ein kraftvolles Antioxidans, welches die Zellen vor oxidativem Stress beschützt.

Die aerobe Verbrennung, welche am effizientesten arbeitet, findet statt, wenn wir uns nicht körperlich betätigen. Während der Verbrennung von Kohlenhydraten und Fettsäuren verwenden die Zellen Sauerstoff und Q10.

Die anaerobe Verbrennung geschieht, wenn wir uns über den Punkt hinaus belasten, an dem das Blut nicht mehr in der Lage ist genügend Sauerstoff zu den fleißigen Muskeln zu tragen. Nur Kohlenhydrate werden verbrannt, was zu einer Ansammlung von Milchsäure führt. Wegen des Sauerstoffmangels neigen wir dazu, erschöpft zu werden.

Körperliche Aktivität und Fettverbrennung

Wie bereits erwähnt, können Muskel-Mitochondrien sowohl Kohlenhydrate als auch Fettsäuren als Energiequelle verwenden. Wenn wir uns nicht überanstrengen, ist das Verhältnis der Quellen etwa fünfzig fünfzig.
Mitochondrien benötigen mehr Sauerstoff, um Fettsäuren zu verbrennen, als Kohlenhydrate zu verbrennen. In Situationen, in denen unsere körperliche Aktivität den Punkt erreicht, an dem wir wegen des relativen Sauerstoffmangels erschöpft sind, verbrennen die Mitochondrien Kohlenhydrate, welche sie schneller und mit weniger oder gar keinem Sauerstoff verbrennen können.
Je fitter wir sind und je länger es dauert, bis wir erschöpft sind, desto effektiver können die Muskel-Mitochondrien Fettsäuren verbrennen, die eine solide und konzentrierte Energiequelle sind. Zur gleichen Zeit, wie oben beschrieben, kann die Anzahl der Mitochondrien im Muskelgewebe von Elite-Athleten leicht zweimal so hoch sein als normal.

Muskelfasern, Fettverbrennung und Q 10

Je fitter wir sind, desto einfacher verbrennen die Muskeln Fettsäuren. Die Muskelfasern, die sich auf Fettsäuren als primäre Energiequelle verlassen, haben auch eine größere Energieaufnahme und enthalten besonders viele Mitochondrien.

Zellen sammeln Q10 aus dem Blutfluss für intensiven Energieumsatz

Herz- und Muskelzellen enthalten anfangs ziemlich viel Q10, was darauf hindeutet, dass die Zellen eine große Menge an Q10 aus dem Blutkreislauf erhalten, wenn sie es für intensiven Energieumsatz und Schutz gegen freie Radikale benötigen. Anscheinend haben sportlich aktive Menschen weniger Q10 in ihrem Blut als diejenigen, die es nicht sind. Die Q10-Werte im Blut sind am niedrigsten, wenn eine Person intensiv trainiert.

Im Wettkampfsport bestimmen oft feine Kleinheiten, wer Medaillen gewinnt. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Ergänzung mit Q10 wirklich einen Unterschied machen kann.

Größere Sauerstoffaufnahme und kürzere Erholungsphasen

Im Rahmen einer deutschen Placebo-kontrollierten Studie erhielt eine Gruppe von Spitzensportlern, die sich für die Olympischen Spiele in London im Jahr 2012 vorbereiteten, täglich eine 300-mg-Ergänzung Q10 über sechs Wochen. Dies führte zu erheblichen Verbesserungen ihrer Leistung. Forscher vom Olympiastützpunkt Rhein in Essen, führten die Studie durch. Finnische Forscher haben eine ähnliche Studie mit erstklassigen Ski-Langläufern durchgeführt, wobei sie festgestellt haben, dass eine Ergänzung mit 90 mg Q10 täglich deutlich die körperliche Leistung verbesserte. Die Wissenschaftler beobachteten, dass sich die Sauerstoffaufnahme der Skifahrer verbessert hatte und sie bessere Leistung erbringen konnten, weil sich auch die Milchsäure-Schwelle verbessert hatte. Die Mehrheit der Skifahrer in der Studie berichtete sogar, dass die Ergänzung mit Q10 die Zeit reduziert hatte, die sie zur Erholung brauchten. Obwohl dies subjektive Beobachtungen waren, ist es ein sehr relevantes Thema im Sport. Sowohl die deutsche als auch die finnische Studie zeigten, dass die Ergänzung mit Q10 sowohl die Leistung als auch die Milchsäure-Schwelle verbessern kann, die erreicht wird, wenn die Verbrennung zu anaerob (ohne Sauerstoff) wechselt.

Das Herz benötigt besonders Q10 und Fettsäuren

Weil das Herz so ein hart arbeitender Muskel ist, enthält es mehr Mitochondrien und Q10 als jeder andere Teil des menschlichen Körpers. In der Tat repräsentieren Mitochondrien ein Drittel des Trockengewichts des Herzens. Die große Konzentration von Mitochondrien und Q10 wird auch durch die Tatsache erklärt, dass die primäre Energiequelle des Herzens Fettsäuren sind, und es braucht sehr viel Sauerstoff, um sie in Energie umzuwandeln. Deshalb sollte Fett in der Diät nicht vermieden werden. Andererseits, sollte man sich bewusst für die gesunden Fette als Energiequelle entscheiden.

Warum fällt der Q10-Gehalt im Herzen, wenn wir älter werden?

Die Konzentration von Q10 im Herzen neigt dazu, zu fallen, wenn wir älter werden wegen der reduzierten endogenen Produktion der Substanz.

Die Konzentration von Q10 im Herzen neigt dazu, zu fallen, wenn wir älter werden wegen der reduzierten endogenen Produktion der Substanz. Zunächst kann es schwierig sein, typische Veränderungen in der Körperfunktion zu definieren, da sie als heimtückische Zeichen wie Ermüdung, beeinträchtigte Leistung und andere diffuse Symptome auftreten können.

Cholesterin-senkende Medizin senkt die endogene Q10-Produktion des Körpers

Cholesterin-senkende Medikamente (Statine) sind mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden, die einen größeren Einfluss auf Athleten haben. Dies liegt daran, dass Cholesterin und Q10 verwandt sind und beide aus dem HMG-CoA-Enzym synthetisiert werden. Weil Statine die Produktion von HMG-CoA blockieren, blockieren sie auch die Produktion von Q10. Dies liefert eine biochemische Erklärung für die Statin-induzierten Nebenwirkungen, welche Muskelschmerzen, Müdigkeit und Kurzatmigkeit einschließen, weil den Zellen Energie fehlt.
Eine dänische Studie, die im Journal of American College of Cardiology veröffentlicht wurde, zeigt, dass 40 Prozent der Statine-Patienten Muskelschmerzen haben. Bei Athleten beträgt die Zahl 75 Prozent, was bedeutet, dass das Risiko von Nebenwirkungen mit körperlicher Aktivität zunimmt.

Wählen Sie eine Q10 Ergänzung, die der Körper absorbieren und nutzen kann

Q10 ist ein fettlösliches Molekül und die Q10-Moleküle in Ergänzungsmitteln sind immer fettlöslich. Bei Q10 in verschiedenen Arten von Rohstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln erscheinen die Q10-Moleküle als kristallines Material. Das Problem dabei ist, dass wir Menschen nicht in der Lage sind, diese Kristalle bei normaler Körpertemperatur aufzulösen. Durch die Verwendung einer speziellen Öl-Formulierung und Wärmetechnik ist es jedoch möglich, dass sich die Kristalle vollständig in freie Q10-Moleküle auflösen, die leicht durch die Darmwand hindurchtreten und in den Blutkreislauf gelangen können. Es zahlt sich aus, eine Q10-Ergänzung zu wählen, die ihre gute Qualität, Absorption und Bioverfügbarkeit dokumentieren kann, um sicherzustellen, dass die Wirkstoffe effektiv die Mitochondrien der Zellen erreichen.

Quellen:

Joachim Nielsen et al. Plasticity in mitochondrial cristae density allows metabolic capacity modulation in human skeletal muscle.
The Journal of Physiology, 2016
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1113/JP273040/full

Deichmann RE et al: Impact of coenzyme Q-10 on parameters of cardiorespiratory fitness and muscle performance in older athletes taking statins. Phys Sportsmed. 2012
Echtay K.S. et al. Q10 activates Uncoupling proteins. Proc Natl Sci USA

Knut T Flytlie og Bjørn Madsen: Q10 Body Fuel. Ny Videnskab 2009

Pernille Lund: Q10 – fra helsekost til epokegørende medicin

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2846622/

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